Künstlerin

 

CONSTANZE REITHMAYR-STARK

 

1950 in München geboren

1972 Deutschen Meisterschule für Mode - Diplom als Grafikdesignerin

1972 - 1977 Atelier Blaumeiser

1977 - 1983 Gräfe und Unzer Verlag

Seit 1983 freiberuflich tätig als Grafikdesignerin und Malerin.

Lebt und arbeitet in Gröbenzell

 

Ausgewählte Einzel - und Ausstellungsbeteiligungen

 

1991/93/97/99/03 Kunstpreisausstellung des Landkreises Fürstenfeldbruck

1992 Fürstenfeldbruck Haus 10 „Zeichen-Zeitung“

seit 1992 regelmäßige Beteiligungen an Gruppenausstellungen der

Ateliergruppe 27 und des Germeringer Kunstkreises

1995 Garches (Frankreich) Austauschausstellung mit französischen Künstlern

1996 Coburg Kongresszentrum „Solarenergie-Kongress des

Bayer. Wirtschaftsministeriums“

1997 Gautinger Kunstpreis „Paare“

1998 Germering Forum der Stadthalle „Lichtbewegt“

1999 München RKW Bayern „Gelb“

2003 Emilia Romana (Italien) „Kreis“

2004 Gröbenzell Galerie im Bürgerhaus „Malerei, Zeichnung, Grafik“

2006 Sparkasse Fürstenfeldbruck „Gilgamesch“

2007 Altomünster Museumsgalerie „Malerei, Zeichnung, Grafik“

2008 Wessling Galerie Ildiko Risse

2009 Germering Forum der Stadthalle „Holz, Steine, Farben“

2010 Sparkasse Fürstenfeldbruck „GummiArt“

2011 München Autorengalerie

2012 Dachau Wasserturm

2013 München OBACHT

2014 München Galerie Huber „Malerei“

Olching KOM „Erzähl mir was ...“

München ARTMUC

Fürstenfeldbruck Haus 10 Jahresausstellung der KV „Schnur“

2015 München ARTMUC

"Zartschwarz" Galerie Bürgerhaus Gröbenzell

"Echt" Jahresaustellung KV Fürstenfeldbruck

Nominiert für KITZ AWARD 2015

"7 x NEU =10" Fürstenfeldbruck Haus 10, Neu-Mitgliederausstellung

2016 München ARTMUC

KITZ ART Galerie Kitzbühel

 

MITGLIEDSCHAFTEN

 

BBK München

Künstlervereinigung Fürstenfeldbruck

 

ÖFFENTLICHE ANKÄUFE

 

Museum Würth, Künzelsau

Gemeinde Gröbenzell

Landratsamt Fürstenfeldbruck

Kreissparkasse Fürstenfeldbruck

AVA Eichenau

Blau ist die Farbe Deines gelben Haares,

 

Rot ist die Farbe Deines grünen Vogels.

 

Kurt Schwitters

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Werk von Constanze Reithmayr-Stark

 

 

Die Bilder von Constanze Reithmayr-Stark erzählen Geschichten, eigene und die des Betrachters. Oft erschließen sich diese Geschichten erst auf den zweiten oder auch dritten Blick. Denn obgleich die Künstlerin das Reich des Gegenständlichen nie ganz verlassen hat, entschlüsselt das Auge die Bildmotive erst nach und nach. Bewusst eröffnet Constanze Reithmayr-Stark dem Gegenüber ein breites Spektrum an individuellen Deutungsmöglichkeiten. Zwar geben die Titel ihrer ausdrucksstarken Bilder einen Weg zum Bilderlesen vor, lassen aber noch genügend Raum für vielerlei Assoziationen.

 

Arbeiten „ohne Titel“ sind nicht die Sache von Constanze Reithmayr-Stark. Wie sie selbst sagt, hat sie eine Vorliebe für „versponnene Titel“, die immer auch mit dem eigenen Leben zu tun haben und auf augenzwinkernde Weise durchaus ernste Inhalte transportieren oder sich mit Ängsten auseinandersetzen. „Vorgestern“ und „Nimmer-Wiedersehen“ erzählen von Abschieden, bitteren, endgültigen, aber auch längst fälligen, befreienden. „Familienwelten“ und „Beziehungsweise“ reflektieren zwischenmenschliche Erfahrungen, die jedem begegnen und die jeder auf seine Weise auslegen kann. Immer wieder finden wir Tiere auf den Bildern, Fabelwesen, Vögel als Sinnbild von Freiheit. Daneben entstehen kraftvolle Darstellungen des Mikro- wie des Makrokosmos und – für die Künstlerin unverzichtbar – des Menschen, seiner Befindlichkeiten, seines Innenlebens.

 

Im gesamten Schaffen von Constanze Reithmayr-Stark, besonders aber im Figürlichen, ist das grafische Element gegenwärtig. Die Liebe zur Linie ist der Künstlerin gleichsam angeboren. Schon als Kind stand für sie fest, dass ihr künftiger Beruf etwas mit Zeichnen zu tun haben musste. Diesen Wunsch konnte sie sich als Grafikdesignerin und Absolventin der Meisterschule für Mode erfüllen, in einer Zeit, als Skizzen und Entwürfe noch in „Handarbeit“ ausgeführt wurden. In ihrem malerischen Werk bleibt die Linie bestimmend für die Umsetzung von Ideen und Motiven. Ob entschieden gesetzt, ob fein gewoben oder unruhig und zerbrechlich, immer behält sie den Vorrang vor jeder noch so intensiven malerischen Gestaltung. Die Linie lässt Konkretes im Sinne des Gegenständlichen zu und macht gleichzeitig die Körper zu Chiffren. Constanze Reithmayr-Stark hat den Schritt in die reine Abstraktion stets vermieden und so eine ganz eigene künstlerische Sprache entwickelt. Wie abstrahierend sie auch immer vorgehen mag, das Figürliche tritt nie völlig in den Hintergrund. Am präsentesten ist es freilich bei den Aktstudien, die nach wie vor eine wichtige Rolle im Werk der Künstlerin spielen.

 

Was manchem absichtsvoll komponiert erscheinen mag, ist bei Constanze Reithmayr-Stark Resultat eines „work in progress“, also aus dem Schaffensprozess heraus entstanden. Als „gestische Malerei“ bezeichnet die Künstlerin selbst ihre Arbeitsweise, die - weder abstrakt noch rein gegenständlich – ihrem kreativen Wollen und Empfinden Gestalt verleiht.

 

Constanze Reithmayr-Stark favorisiert Kohle und Kreide als grafische Ausdrucksmittel und Pigmente und Acryl für alles Malerische. Dazu kommen Mischtechniken. Den Farben der Natur zieht sie lebendige Rot- und Blautöne vor, in denen sie die Kraft, Wärme und Sinnlichkeit findet, die sie in ihren Bildern auszudrücken weiß.

 

 

Christiane Greska

 

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